Der derzeitige Schwerpunkt der Arbeit der Reinhard und Marianne Athenstaedt-Stiftung liegt auf der Förderung von Selbsthilfemassnahmen im Hochtal von Zanskar im ladakhischen Himalaya. Die Stiftung unterstützt dort die Aktivitäten der Selbsthilfegruppe SECPAD (Social Education Cultural Preservation & Development of Zanskar) finanziell und ideell.
Zanskar war bis 1834 ein Königreich und ist heute ein Teilgebiet von Ladakh in Jammu & Kashmir, dem nordwestlichsten Bundesstaat von Indien.
Das Gebiet ist seit Jahrhunderten weitgehend isoliert und von zivilisatorischen Einflüssen im negativen wie im positiven Sinne abgeschnitten. Es bedarf deshalb des Schutzes vor allzu vehementen Einflüssen einer zu raschen Modernisierung.
Die ca. 15.000 Zanskari sind überwiegend tibetischer Abstammung und leben zumeist in den Traditionen des tibetanischen Buddhismus.
Frau Athenstaedt und andere Förderer der Stiftung haben sich auf Reisen nach Zanskar über die örtlichen Probleme und Bedingungen intensiv informiert. In Ermangelung einer den hiesigen Gegebenheiten entsprechenden staatlichen Organisation werden persönliche Verbindungen zu traditionellen Persönlichkeitsstrukturen genutzt.
Man kann ein Land nicht zum Museum machen wollen - es würde auch nie gelingen. Man kann aber versuchen, die Einwohner zu unterstützen bei ihren bereits selbst eingeleiteten Anstrengungen, die Jugend von Zanskar an ihre Heimat zu binden. Eine lebenswerte Zukunft im eigenen Land soll aufgebaut werden - das beginnt mit guten Ausbildungsmöglichkeiten daheim. Dazu haben verantwortungsbewusste Zanskari ein Projekt im Visier, das Schulbildung vorerst bis zur 10. Klasse vorsieht, dazu ein „Hostel” (Wohnheim) für die Unterbringung von Kindern aus fernen Tälern; weiter ist ein Handwerks- und ein medizinisches Zentrum geplant und eine Heimstatt für Behinderte, Waise und Alte, für die keine funktionierende Grossfamilie mehr sorgen kann. Eine Vision, deren Realisierung die Zanskari allein nicht schaffen können, bevor ihre Kinder abgewandert sind in eine fragwürdige „Moderne”, der sie nicht gewachsen sind und wo sie ihren Selbstwert verlieren.
„Fremde werden zu Freunden einer guten Sache” - Die Reinhard und Marianne Athenstaedt-Stiftung hilft hier nach Kräften: Es wird Geld gebraucht für Bau- und Ausstattungsmaterial, Löhne, speziell auch für den laufenden Schulbetrieb wie z.B. Lehrergehälter, die oft nicht pünktlich zu bezahlen sind, wenn besonders arme Eltern das Schulgeld nicht mehr aufbringen können. Die Stiftung bemüht sich auch um die Übernahme von Patenschaften für solche Kinder und ist für jede Mithilfe dankbar.
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