Die Reinhard und Marianne Athenstaedt-Stiftung kooperiert mit SECPAD (Social Education Culture Preservation and Development).
SECPAD ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Selbsthilfe, 1997 gegründet von der geistigen Führungsschicht des ehemaligen Königreichs Zanskar.
Das Gebiet gehört zum Bezirk Ladakh im indischen Himalaya (Bundesstaat Jammu & Kashmir) und war jahrhundertelang durch hohe Berge nahezu abgeschnitten von der Aussenwelt. So erhielt sich zwar die buddhistische Kultur der Einwohner (ca. 15.000, tibetischer Abstammung) sowie ein beispielhaftes Sozialverhalten, ein Schritthalten mit der jeweiligen „Neuen Zeit” blieb dem Volk aber verwehrt.
Seitdem 1974 eine Stich„strasse“ gebaut wurde (die nur im Sommer höchstens vier Monate befahrbar ist) und wenige mangelhaft geführte staatliche Schulen für die ersten Klassen entstanden, hören die Leute mehr von der Aussenwelt und erkennen ihre Rückständigkeit als Gefahr für die Zukunft ihrer Kinder.
SECPAD wurde gegründet mit der Hoffnung und dem Ziel, nach und nach der Jugend eine gute Ausbildung im eigenen Land bieten zu können. Vorgesehen ist eine Schule, zunächst bis zur 10. Klasse, ein Hostel (= Internat für Kinder aus fernsten Tälern und für Lehrer), ein Handwerks- und ein medizinisches Zentrum und ein Heim für Waisen, Behinderte und Alte, sofern Grossfamilien zu deren Betreuung nicht mehr zur Verfügung stehen.
Für das Projekt wurde ein Gelände in einer Geröllhalde erworben. Es muss Wasser von den Bergen zugeleitet werden, für später ist der Versuch vorgesehen, Begrünung einzuleiten.
Die Zanskari leben in äusserster Bescheidenheit und können sich so mit dem Nötigsten selbst versorgen, sofern keine Naturkatastrophen eintreten. Was sie kaum haben, das ist Geld. Ohne finanzielle Hilfe von aussen dürfte sich die Realisierung der guten SECPAD-Pläne über so viele Jahre hinziehen, dass inzwischen grosse Teile der Jugend auswandern würden.
Geld wird z.B. gebraucht für den Import von Bauholz (es gibt nur vereinzelte Bäume dort oben), Zement, Fensterglas, Wolldecken u.a. für das Hostel usw. Geld wird aber auch gebraucht für die Bezahlung der Lehrer! Das sollte aus dem Schulgeld der Eltern kommen, die mit 300 indischen Rupies pro Monat (ca. 7,50 Euro) einverstanden waren (Ärmere müssen nur 200 iR's bezahlen; es gibt auch einige bildungswürdige ganz arme Kinder, die ohne Schulgeld kommen dürfen).
Die weltweite Klimaänderung hat dazu geführt, dass während zweier aufeinander folgender Winter zu wenig Schnee fiel. Dadurch gab es sowenig Schmelzwasser im Frühling, dass nur die Hälfte der wenigen Felder bestellt werden konnten. Die Leute mussten (importiertes!) Getreide zukaufen und hatten nichts mehr für das Schulgeld - und die Lehrer ohne Gehalt, wollten dadurch unmutig den Dienst quittieren ...
Soweit möglich, unterstützt die Reinhard und Marianne Athenstaedt-Stiftung in Form von „Hilfe zur Selbsthilfe” die Anstrengungen der SECPAD, deren einheimische Mitglieder und Freunde bei den Bauarbeiten viel Eigenleistungen erbringen.
Im Jahr 2000 wurde der 1.Bauabschnitt der SECPAD-Schule mit lediglich vier Klassen bezogen und mit dem Bau des Hostels begonnen. Im Jahr 2003 wurden neun Klassen im Gebäude unterrichtet. In drei Klassenzimmern fehlt es noch an Mobilar und die 1.Klasse sass noch auf dem Boden vor den Klassenräumen. Es muss für eine zuverlässige Bezahlung der Lehrer gesorgt werden; Patenschaften für Kinder besonders armer Eltern werden gesucht.
Die gemeinnützige Reinhard und Marianne Athenstaedt-Stiftung dankt auch im Namen der SECPAD allen, die sie bei ihrer Hilfe für Zanskar unterstützen. Jede Spende wird zu 100 Prozent ihrem Bestimmungszweck zugeführt.
Überweisungen bitte an die Stiftung, Konto 190766601 bei der Commerzbank Achim, BLZ 290 400 90. Auf Wunsch können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.