Leh
„Blaue Strasse“
Jeep schieben
Steinschlag
Schlucht
Padum
Man fliegt ca. 7 Std. von Deutschland nach Delhi und bucht am besten den Rückflug gleich mit, das kostete 2003 zusammen je nach Fluggesellschaft ca. 700 €. Von da ab wird's teurer: Für den optimal meist nach wenigen Stunden anschliessenden Binnenflug von 75 Minuten nach Leh (Hauptstadt von Ladakh im Industal) muss man mit gut 100 $ rechnen. Auf diesen Flug kann man aber oft Stunden warten müssen, wenn das Wetter in den Bergen schlecht ist (Sichtflug, Aufwinde passen nicht usw.). Delhi liegt gute 130 m hoch und wenn man nach 1 1/4 Std. auf 3.500 m Höhe in Leh aussteigt, wolIen die Beine nicht so recht. Das hat nichts zu bedeuten, den Einheimischen geht's genauso und nach wenigen Stunden ist das vorbei. Gesundheitlich müssen nur Menschen aufpassen, die Schwierigkeiten mit Herz und Atemwegen haben - die müssen in Deutschland erst einmal mit ihrem Arzt über diese Reise beratschlagen. Normalerweise rechnet man in Leh mit etwa 4-5 Tagen zum Akklimatisieren, dann sind evtl. auftretende Kopfschmerzen, Müdigkeit u.ä. vorbei und in dieser Zeit schaut man sich gemächlich in der fremden Stadt um und Rupies muss man sich ja auch eintauschen. Der Umtauschkurs wird z.Zt. immer besser, 2003 bekam man für einen Euro mehr als 50 Rupies! Es gibt Hotels verschiedensten Niveaus in Leh, sehr zu empfehlen sind aber die vielen Gasthäuser, wo eine Übernachtung 200-400 Rupies kostet (2003). Schon am Flughafen wird um Gäste geworben, oder man fährt mit dem Taxi zum Tourist-Office Leh und lässt sich beraten. In diesen ersten Tagen muss ja auch die Weiterreise nach Zanskar organisiert werden. Sie beinhaltet immer eine Übernachtung in Kargil (230 km westlich von Leh). Einmal pro Woche geht ein billiger wackeliger Bus in 2 Tagen bis nach Padum (Hauptort von Zanskar), das Gepäck unsicher auf dem Dach verstaut. Besser man nimmt ein Taxi (gut organisierter Taxistand mit festen Preisen in Leh) bis Kargil, dort Übernachtung, Taxiwechsel obligatorisch (Leh und Kargil haben je eine „Taxi-Union“, die sich neidisch und spinnefeind sind), am nächsten Tag weitere 230 km bis Padum, eine anstrengende ca. 14stündige „Trampolinfahrt“! Die Strecken kosteten im Jahr 2003 bis Kargil 4.100 und 7.800 Rupies bis Padum (der Umtauschkurs Euro / Rupie war 2003 besser als 1/50). Wegen der Nachwirkungen des Winters ist die Strasse von Kargil nach Padum normalerweise erst in der ersten Juli-Woche offen und kann auch während der Sommermonate infolge von Steinschlägen unpassierbar sein. Man muss sich also unbedingt bereits in Leh nach der aktuellen Situation erkundigen.
Trekking-Liebhaber finden in Ladakh und Zanskar ein weites Feld, Info's dazu gibt's im einschlägigen deutschen Buchhandel und beim Alpenverein. Es ist aber zu empfehlen, sich im Tourist-Office beraten zu lassen oder eine der vielen privaten Touristunternehmen anzusprechen. In keinem Fall darf man solche Touren ohne Erfahrene unternehmen.
Von Ladakh nach Zanskar gibt's verschiedene Routen, die nur von geübten und sehr stabilen Trekkern gemacht werden sollten, die auch reichlich Zeit zur Verfügung haben!
In Padum gibt's ein „Tourist-Office” (mit der Funktion wie die unserer Alpenvereinshütten), wo man weiteres organisiert. Ein „Hotel” ist am Ort, ein weiteres im Bau (2004). Aber Achtung: Nicht überall, wo Hotel draufsteht, ist auch ein Hotel drin! Es gibt mehrere Gasthäuser und die nennen sich alle „Hotel”! Ein Zeltplatz ist vorhanden. Man kann auch privat wohnen. Ansprüche an Hygiene oder gar den bescheidensten westlichen Komfort muss man aber vergessen.