REISEBERICHT

Vom 15. Juli bis 06. August 2017 besuchten Dr. Klaus Schuback und Fabian Klose das Schulprojekt in Zanskar, um Stiftungsaufgaben wahrzunehmen

von Dr. Klaus Schuback und Fabian Klose

Anreise, Aufenthalt in Leh und Weiterreise nach Zanskar
Am 15. Juli treffen wir (Klaus, Fabian und Helmut Koch-ein Verwandter aus der Familie von Fabian) uns am Frankfurter Flughafen zum gemeinsamen Weiterflug nach Delhi, wo wir am Sonntag, den 16. Juli morgens um 01.00 Uhr landen. Der Weiterflug nach Leh startet wenige Stunden später pünktlich um 05.40 Uhr. Kurz vor der Landung in Leh reißt der Himmel auf und macht die Sicht frei auf die faszinierenden, teils schneebedeckten Bergketten des Himalayas. Eine kleine Vorschau auf das, was wir in den nächsten Wochen noch sehen werden. Nach der Landung in Leh werden wir von Lobzang (Sohn von Tundup Namgyal) herzlich empfangen und fahren erst mal ins Jigmet Guesthouse, unserem Quartier für die nächsten Tage.

In den folgenden Tagen beschäftigen wir uns mit dem Einkauf von Schulmaterialien, führen ein längeres Gespräch mit einem Elektro-Handwerksbetrieb über die Installation von PV-Anlagen in Zanskar und machen mehrere Ausflüge in die Umgebung, u.a. nach Spituk, Phiyang, Thikse und Shey.

Leider verspüren wir in den folgenden Tagen einen erheblichen Schlafmangel, da jede Nacht eine Meute von wilden Hunden rund um das Guesthouse ihre Reviere durch stundenlanges lautes Bellen verteidigen und morgens, spätestens ab 06.00 Uhr, ein ständiges Hupkonzert von der Straße die Nachtruhe beendet. Wegen völliger Übermüdung schlafen wir erst in der 3. Nacht einigermaßen. Wir sind uns einig: Es gibt sicherlich andere Hotels, mit ähnlichem Standard und zentral gelegen, die eine bessere Nachtruhe erlauben.

Lobzang hilft uns bei Bedarf in unseren Aktivitäten, insbesondere besorgt er lokale SIM-Karten für unsere Handys, von denen aber nur eine aktiviert werden kann. Warum die anderen sich nicht aktivieren lassen, verstehen wir nicht und Lobzang auch nicht.

Am Freitag, den 21. Juli werden wir morgens von den netten Fahrern (Stanzin Sangdup und Stobdan) abgeholt. Ersterer ist ein Familienmitglied der Namgyals, letzterer gehörte zu den ersten Schülern an unserer Schule und schwärmte noch von unserer Stiftungsgründerin. Wir verladen unser Gepäck und die Schulmaterialien in einen geräumigen Jeep und fahren zunächst nach Nimmu (Nimo) auf eine Tasse Tee zu Stanzin Wangchuk. Bei dieser Gelegenheit besichtigen wir das benachbarte alte Gutshaus, das von einem französisch/indischem Paar mit sehr viel Aufwand hervorragend renoviert wurde und heute als Hotel geführt wird. Neben einigen Hotelzimmern gibt es noch 6 Luxuszelte im großen Obstgarten. Das Gebäude gehört Wangchuks Onkel und wurde für 30 Jahre an das Paar verpachtet. Wir beschließen spontan, dass wir uns auf dem Rückweg hier für 2 Tage erholen wollen, auch um eine Rafting-Tour zu machen.

Nach diesem Zwischenstopp geht es weiter über Alchi und Lamayuru nach Shergol bei Mulbek, wo wir auf einer Camp Site nach einem Dinner in unseren Zelten eine ruhige Nacht verbringen.
Am nächsten Morgen geht es weiter bis nach Rangdum. Wir fahren durch sehr schöne und vielfältige Landschaften auf teilweise extrem schlechten Straßen. Mitunter durchqueren wir auch einige mehr oder weniger tiefe Bäche. Das Guesthouse in Rangdum ist gewöhnungsbedürftig. Die Zimmer sind teilweise sehr dreckig und wurden offensichtlich schon länger nicht mehr gereinigt. Zum Frühstück gab es reichlich Toastbrot, zunächst allerdings mit etwas Schimmel. Nach unserer Beschwerde gab es neues Toastbrot und dazu ranzige Butter.

Nach 3 Tagen erreichen wir am 23. Juli nachmittags P. Kongma, Sitz der Familie Namgyal und damit das Ziel unserer Reise. Nach einem herzlichen Empfang durch die ganze Familie (drei Generationen) und einem ersten Abendessen gehen wir schlafen. Wir sind durch die Fahrt und einige schlaflose Nächte so übermüdet, dass wir alle nicht nur extrem gut, sondern auch sehr lange schlafen.

Einige Beobachtungen und Ergebnisse aus diversen Gesprächen

Die Schule hat 146 Schüler, davon 29 im Lower Kindergarden (zwei Klassen) und 59 im Hostel. Die Kapazität des Internats ist damit fast ausgeschöpft.

Zustand der Gebäude und Einrichtungen
In mehreren Rundgängen durch alle Gebäude konnten wir feststellen, dass sich die Gebäude grundsätzlich in einem guten, für indische Verhältnisse wahrscheinlich in einem sehr guten Zustand befinden. Wir haben die Umsetzung der Beschlüsse der SECPAD Committee Meetings aus den Jahren 2014-2016 gecheckt und nur wenig gefunden, was nicht erledigt worden ist.
Wie jedes Jahr fanden wir einige kaputte Scheiben, aber das haben wir sowohl bei den Namgyals zu Hause als auch in allen Guesthouses gehabt. Man muss dies wohl auch als Teil der Kultur akzeptieren. Wir haben dennoch im Committee Meeting darauf hingewiesen die defekten Scheiben zu erneuern.

Das VTC-Gebäude wurde noch nicht neu gestrichen. Vor 2 Jahren haben die Schneiderinnen selbst versucht „ihr“ Haus zu streichen und dabei die Farbe so sehr verdünnt, dass diese wie Wasser an der Fassade herunter lief. Mr. Namgyal hat uns versprochen das VTC nochmals besser streichen zu lassen.

Die Geräte auf dem Spielplatz der Schule wurden teilweise stillgelegt um zu verhindern, dass sich jemand verletzt. Wir haben darauf hingewiesen, dass Verletzungen in gewissem Rahmen zum normalen Leben gehören und nicht vollständig vermieden werden können. Für die Schaukel empfehlen wir die Anschaffung von Plastik- oder Holzsitzen.

Die Schulbänke sind in gutem Zustand. Allerdings passt die Größe der Schüler nicht in jedem Fall zur Größe der Schulbank und in manchen Klassenräumen sitzen drei Kinder dicht gedrängt auf einer Schulbank. Aufgrund der Größe der Klassenräume und der sehr unterschiedlichen Größe der Schüler innerhalb einer Klasse haben wir für dieses Problem auch keine Lösung.

Mit dem Bau einer neuen Küche mit kleinem Lagerraum hinter der Schule wurde begonnen. Er soll in Zukunft noch durch einen Dining-Room/Examination-Hall ergänzt werden.

Zukunft der Schule – Finanzierung der Schule
In mehreren Gesprächen mit Mr. Namgyal und Mr. Sharma haben wir offen die Zukunft der Schule angesprochen und auch darüber, dass die Stiftung in Zukunft nicht mehr in der Lage sein wird, allein vollständig für die Finanzierung der Schule, Hostel und VTC aufzukommen. Die sinkenden Dividenden aus dem Stiftungskapital aufgrund der anhaltenden niedrigen Zinsen geben das nicht mehr her.

Beide Gesprächspartner zeigten Verständnis für unsere finanziellen Grenzen. Nachdem alle privaten Schulen der Umgebung Schulgeld nehmen, haben wir vereinbart, dass auch die SECPAD ab dem nächsten Schuljahr ein Schulgeld (jeweils für Schule und Hostel) in Höhe von INR 200,- pro Monat nehmen wird. Dieser Beitrag soll dann im Jahr 2019 auf INR 300,- und 2020 auf INR 400,- erhöht werden. Mr. Namgyal hat dies in seiner Rede auf dem „Function-Day“ bereits angekündigt und wird im Herbst in die Dörfer fahren um dies mit den Eltern zu besprechen. Grundsätzlich wurde die Idee ein Schulgeld zu erheben von allen (Mr. Namgyal, SECPAD Committee, Mr. Sharma, Lehrer) als sehr positiv aufgenommen.

Wahrscheinlich können nicht alle Eltern den vollen Beitrag zahlen, aber wir erwarten, dass zumindest 60% den vollen Beitrag zahlen und der Rest abgestufte Beiträge je nach Bedürftigkeit bezahlt. Nach vorsichtiger Schätzung kann die SECPAD so im Jahr 2020 etwa 5.000 – 10.000 Euro Schulgeld einnehmen.

Weiterhin haben wir die SECPAD aufgefordert für einzelne Projekte eine Förderung bei Institutionen der Regierung und bei indischen NGOs zu beantragen.
Wir haben unsererseits zugesagt andere NGOs für eine Förderung der SECPAD School anzufragen. Es ist allen Beteiligten klar, dass die zukünftige Finanzierung der SECPAD nicht mehr allein durch die Athenstaedt-Stiftung getragen werden kann, sondern auf mehreren Pfeilern gestützt werden muss.

Lehrer-Fortbildung
Die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Fortbildung der Lehrer wird von allen Beteiligten gesehen, wobei hier zwei Möglichkeiten bestehen, die beide verfolgt werden sollten:

  • a) Mr. Sharma wird sich um eine lokale Lösung kümmern und ggf. in Zusammenarbeit mit anderen Schulen einen Experten engagieren, der in Zanskar ein Seminar für die Lehrer abhält. Dies kann auch in Kooperation mit dem Chief Education Officer (CEO) in Kargil geschehen.
  • b) Mr. Sharma, alle Lehrer und auch viele Schüler erinnern sich oft und gerne an die Kaminskis, Piepers und Herbert Brüdt, die mit viel Engagement neue Akzente im Unterricht gesetzt haben. Es besteht der Wunsch, dass auch in Zukunft Lehrer aus Europa kommen und den Lehrern ihre Lehrmethoden vermitteln.
    Klaus Schuback wird sich diesbezüglich an den Senior Experten Service (SES) wenden und eine Zusammenarbeit prüfen.

Schulmaterialien
Mr. Sharma übergaben wir eine Spende (INR 33.000) von Helene Berger für weiteres Schulmaterial. Mit ihm und den anderen Lehrern entwickelten wir Ideen, welche Materialien dafür angeschafft werden könnten.

Berufliche Orientierung
Die von uns angeregte berufliche Orientierung in der 7. und 8. Klasse können die Lehrer nicht leisten, da diese selbst nicht die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen haben. Außerdem wollen i.d.R. alle Schüler der 8. Klasse auf eine weiterführende Schule gehen, so dass sich das Thema für die Schüler noch gar nicht stellt.

Erweiterung der Schule um die Klasse 9 und 10
Alle Schüler der 8. Klasse des letzten Jahres haben ihren Abschluss bestanden und sind auf weiterführenden Schulen angenommen worden. Sie wurden darüber informiert, dass wir sie auch weiter finanziell unterstützen, wenn bestimmte Formalien erfüllt sind.
Den Wunsch aller Lehrer, die Schule bis zur 10. Klasse zu erweitern, haben wir zur Kenntnis genommen. Dies sei, so die Argumentation der Lehrer, erforderlich, da die 8. Klasse kein wirklicher Abschluss mehr ist und damit die SECPAD School nicht mehr das Ansehen und Image einer vollständigen Schule habe. Wenn Schüler später gefragt werden auf welcher Schule sie waren, wird immer nur die Schule erwähnt auf der der letzte Abschluss gemacht wurde. Die SECPAD School werde damit nie erwähnt. Dies wird als ein Image-Problem gesehen.

Vorstand und Beirat der Stiftung haben auf der Jahreshauptversammlung im November 2017 beschlossen die Schule um die 9. und 10. Klasse zu erweitern. Dies erfordert erhebliche Investitionen in einen Anbau mit vier Klassenräumen sowie in die entsprechende Ausstattung der Räume. Zur Finanzierung dieser Investition müssen wir zusätzliche Spenden einwerben und wenn möglich auch Fördermittel beantragen.

Photovoltaik-Anlage für die Schule – Heißwasser-Aufbereitung für das Hostel
Während unseres Aufenthaltes in Leh haben wir mit Mr. Krishan Bhasin gesprochen, der mit seinem Elektro-Handwerksbetrieb schon viele kleine und größere PV-Anlagen in Leh und der weiteren Umgebung installiert hat. Entsprechende Nachweise hat er uns gezeigt.
Noch erfolgversprechender war allerdings ein Meeting in Zanskar mit Mr. Kacho, das Mr. Namgyal arrangiert hat. Mr. Kacho ist Leiter der KREDA (Kargil Renewal Energy Development Agency), die für die Ausstattung von öffentlichen Gebäuden mit PV-Systemen verantwortlich ist. Er kam mit seinem Team zu einem Meeting ins Hostel und hörte sich unseren Bericht über den Aufbau der Schule, unsere Finanzprobleme und den dringenden Bedarf einer PV-Anlage für die Schule interessiert an. Dann versprach er spontan uns zu helfen. Obwohl er eigentlich nur für öffentliche Gebäude zuständig ist, wird er veranlassen, dass auf dem Schuldach umgehend eine 5 KW PV-Anlage installiert wird. Mr. Namgyal muss lediglich noch die entsprechenden Formulare für eine Förderung ausfüllen.
Die Solar-Anlage für die Heißwasseraufbereitung ist ständig defekt und muss erneuert werden. Durch den Ausbau der Röhren im Winter gehen die Dichtungen kaputt und diese müssten eigentlich jedes Jahr ersetzt werden. Einige Röhren sind auch defekt.
Auch hier versprach Mr. Kacho uns zu helfen. Gegen eine geringe Eigenbeteiligung von ca. INR 10.000 wird er eine neue Anlage installieren, inklusive eines 500 L Tanks.

In der Zwischenzeit hat Mr. Namgyal die Förderanträge gestellt und Mr. Kacho hat Wort gehalten. Seit kurzem ist die PV-Anlage auf dem Dach der Schule installiert und versorgt das ganze Gebäude mit Strom. Der Austausch der Heißwasseraufbereitung im Hostel ist für 2018 geplant.

Zugang zum Internet über VSAT
Das Mobilfunknetz in Zanskar funktioniert prinzipiell gut, allerdings ist die Nutzung so stark angestiegen, dass der einzige Mobilfunkmast im Tal völlig überlastet ist. Eine Nutzung des Internets über das Mobilfunknetz ist zwar grundsätzlich möglich, aber wegen der Netzüberlastung praktisch nicht durchführbar. Zwei zusätzliche Mobilfunkmasten sind zwar geplant und teilweise auch schon gebaut, aber die Inbetriebnahme wird noch 2-4 Jahre dauern.
Eine andere Möglichkeit ist die Installation einer Satellitenanlage (VSAT), wie es auch andere Schulen gemacht haben. Die Kosten dafür betragen laut Mr. Younten INR 80.000 – 100.000, der diesen Betrag zweimal gecheckt hat. Dies erschien uns sehr günstig und so haben wir die Installation einer VSAT Internet-Verbindung spontan genehmigt.
Um dieses Projekt nicht weiter zu verzögern, haben wir genehmigt, dass das nicht genutzte Budget für die Unterstützung der Kinder in Klasse 9. und 10. hierfür verwendet werden kann.

Wasserversorgung
Die Brunnen im VTC und Hostel funktionieren nicht. Die Regierung wird die Brunnen erst dann tiefer bohren, wenn genügend Bedarf für die Bohrung weiterer Brunnen in Zanskar vorhanden ist. Man wird nicht für nur 2-3 Brunnen das Equipment für die Bohrungen von Kargil nach Zanskar bringen. Mr. Namgyal hat aber bei dem Public Works Department (PWD) in Kargil ein Projekt angestoßen (siehe Anlage), um die Wasserversorgung zu verbessern:

  • Im Brunnen der Schule wird eine Elektropumpe installiert und das Hostel wird über eine Wasserleitung aus diesem Brunnen mit Wasser versorgt.
  • Außerdem soll das Hostel an das öffentliche Wassernetz angeschlossen werden.

Dieses Projekt wird von der Regierung finanziert und durchgeführt, sobald die Gelder freigegeben werden. Mr. Namgyal ist diesbezüglich mit der PWD Division in Kargil im Gespräch.

Vocational Training Center, Kiosk
Im VTC sind zurzeit 11 Schneiderinnen eingeschrieben, von denen aber einige z.B. wegen Schwangerschaft bzw. Geburt eines Kindes nicht zum Kurs erscheinen können.

Sonstiges
Neben vielen Gesprächen mit Mr. Namgyal, Mr. Sharma und den Lehrern hatten wir auch viel Spaß mit den Schülern bei der Begrüßung am 1.Tag, beim Picknick und beim „Function Day“, an dem mehrere Schülergruppen uns mit ihren Tanz-Aufführungen sehr beindruckt haben.
Das Fotografieren der Kinder war von den Lehrern gut vorbereitet und ging problemlos.

Rückreise nach Leh
Am 01. August verlassen wir Zanskar und fahren mit zusammen mit Mr. Namgyal zurück nach Leh. Es ist derselbe Jeep wie auf der Hinfahrt, der Mr. Stanbal Gailsen gehört und nun von seinem Sohn gesteuert wird. Ein mitunter rasanter und risikoreicher Fahrer.
Am 1. Tag machen wir mittags eine Pause in Rangdum bei dem Guesthouse, in dem wir auf der Hinreise übernachtet hatten. Wir fragen nach der Toilette und stellen fest, dass alle durchreisenden Gäste, die nach der Toilette fragen, den Zimmerschlüssel Nr. 105 bekommen (einem unserer Zimmer auf der Hinreise!). Kein Wunder, wenn diese Toilette tagsüber von 20-40 Durchreisenden benutzt wird, ist sie am Abend verdreckt und wird vor Ankunft der Übernachtungsgäste wohl auch nicht mehr gereinigt.
Abends übernachten wir im Malla Guesthouse in Sankoo, etwa 30 km vor Kargil. Es ist ordentlich und sauber. Wir wundern uns nur, dass die geräumigen Bäder keine Waschbecken haben, sondern auf jeder Etage ein Waschbecken für alle auf dem Flur installiert ist.
Am nächsten Morgen geht es dann weiter über Kargil und Lamayuru nach Nimmu, wo wir zwei Tage im Nimmu House bleiben und uns verwöhnen lassen. Nach 3 Wochen das erste Glas Rotwein!

Mr. Namgyal wohnt nebenan bei seinem Sohn Wangchuk und kommt am letzen Tag ins Hotel um uns für die Weiterreise nach Leh abzuholen. Er erzählt uns, dass dieses alte Gutshaus von seinem Großvater erbaut wurde und auch er für einige Jahre in diesem Haus gelebt hat. Als er uns sein altes Zimmer zeigen will, ist die Überraschung groß: es ist das von uns bewohnte Zimmer! In der Diele hängen auch noch alte Bilder von seiner Familie und von ihm selbst als Mönch im Alter von etwa 18 Jahren. Wir sind beeindruckt.
Zurück in Leh machen wir noch unsere letzten Einkäufe und verabschieden uns herzlichst von Mr. Namgyal und Stanzin Wangchuck.

Am nächsten Morgen fliegen wir planmäßig nach Delhi, wo Wangchuk für uns Zimmer in einem japanischen Hotel gebucht hatte, so hieß es zumindest in einer E-Mail. In Leh nannte er uns den Namen des Hotels: „World Buddhist Center“! Wir wurden von einem Taxi am Flughafen Delhi abgeholt und zum World Buddhist Center gefahren, einem buddhistischen Tempel, der über einige schöne Gästezimmer verfügte und 1996 von dem Japaner Nakamura Gyomyo gegründet wurde.
Wir verbrachten hier zwei Tage in einer Gemeinschaft mit Mönchen und Gästen aus mehreren Ländern und besichtigen noch einige Sehenswürdigkeiten in Delhi bevor wir den Rückflug nach Deutschland antreten.

Es war eine ungemein erlebnisreiche Reise mit vielen Highlights und unvergesslichen Eindrücken. Zanskar, wir kommen wieder!

Dr. Klaus Schuback und Fabian Klose
November 2017

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